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Atelier 1
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Imagedoku für den Aargauischen Landfrauenverband ALFV

Das allgemeine Bild der Landfrau ist zwar äusserst positiv aber zu einseitig. Zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit klafft eine Lücke. So leben heute zum Beispiel nur noch ein kleiner Teil der ALFV-Mitgliederinnen auf einem Landwirtschaftsbetrieb. «Landfrau» bezeichnet längst keine Tätigkeit mehr, sondern eine Art zu leben und zu denken.

Der ALFV möchte genau das sichtbar machen. Nicht mit inszenierten Bildern, sondern indem die Frauen unverstellt zu Wort kommen. Dass der ALFV diesen Ansatz wählt, ist nicht selbstverständlich. Dokumentarisch zu filmen bedeutet, die Kontrolle über das Resultat abzugeben. Und es braucht das Vertrauen in mich als Filmerin als auch in die Tragkraft der Protagonistinnen.

Meine Gesprächspartnerinnen in diesem Projekt sind: eine Rocksängerin und Viehändlerin, eine Hackbrettspielerin, eine Jägerin, eine Malerin, eine Kräuterfrau und eine Buchbinderin. Alle Mitglied beim ALFV. Alle unverwechselbar.

Von April bis Oktober 2025 begleite ich sie an elf Dreheinsätzen quer durch den Kanton und sammle dabei über 400 Minuten Interview- und B-Roll-Material. Im Schnitt entscheidet sich, welche Botschaften der Film transportieren kann. Und welche Inhalte ich loslassen muss, auch wenn es mich etwas kostet.

Was dabei zum Vorschein kommt, hat mich zwar nicht überrascht, aber tief berührt. Mut, Kreativität, Grosszügigkeit, gegenseitige Unterstützung, Nachhaltigkeit und der Wille, das eigene Leben selbst zu gestalten. Das sind keine abstrakten Werte, die irgendwo auf einem Konzept-Papier stehen. Sie werden von Frauen gelebt, die wissen, woher sie kommen, und die genau deshalb wissen, wohin sie wollen. Verwurzelung, so zeigt sich, ist keine Einschränkung. Sie ist die Voraussetzung dafür, sich wirklich zu entfalten.

KUNDE

Aargauischer Landfrauenverband ALFV

BRANCHE

Verbandswesen

AUFTRAG

Konzept, Dreh, Schnitt

DATUM

04. Mai 2026