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Atelier 1
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Wie gelingt der Aufschwung für die Vogelwelt?

Zwei Bilder: Das Lantel-Projekt mit neuen Obstbaeumen und die Schweizer Karte mit Markierungen weiterer Projekte.
Eine naturgetreue Illustration eines Gartenrotschwanzes, gezeichnet von Sylvia Vananderoye.
Aufbereitete Ebenenstruktur einer Illustration von Sylvia Vananderoye in Photoshop fuer die Weiterverarbeitung in After Effects.

Ein spannendes Projekt und eine bemerkenswerte Zusammenarbeit: Es handelt sich dabei um einen Erklärfilm im Motion Graphics-Format. Dafür werden Icons, Grafiken und Illustrationen animiert und zu einem Film montiert. In diesem Beitrag beschreibe ich den Arbeitsprozess aus meiner Sicht.

Bei der Schweizerischen Vogelwarte setzt sich das Ressort „Aufschwung für die Vogelwelt“ dafür ein, Lebensräume zur Förderung und Sicherung von Vogelarten zu schaffen. Zum Beispiel wurde im Solothurner Jura eine alte Hochstammanlage durch mehrere hundert neue Obstbäume ergänzt – eine bessere Lebensgrundlage für Insekten und Vögel und gleichzeitig ein neuer Betriebszweig für den Projektpartner.

Die klare Vorstellung des Kunden bringt uns sofort auf Kurs

Damit sich Besucherinnen und Besucher der Projektwebseite schnell über Ziele und Anforderungen des Programms informieren können, entschied sich das Projektteam für einen kurzen Erklärfilm. Dazu erhielt ich ein Skript mit Sprechtext und Vorstellungen zu den Bildinhalten. Darunter waren insbesondere die Illustrationen von Sylvia Vananderoye. Ihre Cartoons zeigen die Entwicklung der landwirtschaftlich genutzten Fläche in den letzten Jahrzehnten. Sylvia würde für den Film die Bilder ergänzen und anpassen.

Bevor es richtig los geht, ist es schon längst losgegangen

Meine erste Aufgabe bestand darin, alle Grafiken zu definieren, aufzubereiten und zu vervollständigen. Da die Schweizerische Vogelwarte ein Iconset und grafische Vorlagen bereitstellen konnte, war nur wenig Grafikdesign meinerseits erforderlich. Die Aufbereitung des bestehenden Materials hingegen nahm Zeit in Anspruch, weil die nahtlose Integration der Bilder in Adobe After Effects eine bestimmte Ebenenstruktur voraussetzt. Dafür prüfte ich die Illustrationen von Sylvia, passte sie an und kommunizierte ihr die technischen Anforderungen für die Ergänzungen, an denen sie zeitgleich arbeitete. Im zweiten Schritt entwickelte ich das Motion Design. Dabei stellte ich mir folgende Fragen:

  • Wie sollen die Illustrationen animiert werden, um den Inhalt zu unterstützen?
  • Welche Übergänge und Effekte braucht es, damit die Szenen flüssig ineinander übergehen?

Ich testete verschiedene Animationen, um den Arbeitsaufwand abschätzen zu können und hielt das geplante Motion Design schriftlich im Storyboard fest. Dieses diente dem Kunden als Entscheidungsgrundlage.

Wie die Vogelstimmen in den Film kamen

Die Filmmusik sollte ausschliesslich aus authentischen Vogelstimmen bestehen. Auf der Plattform www.xeno-canto.org, einer der weltweit grössten frei zugänglichen Datenbanken für Vogelstimmen, wurde ich fündig. Damit lagen alle Inhalte vor und ich konnte mit der Umsetzung beginnen: In After Effects baute ich Szene für Szene auf und erstellte die Animationen. Die Illustrationen von Sylvia animierte ich bewusst eng entlang des Sprechtexts, um die die Bild-Details hervorzuheben und das Verständnis zu fördern. In Adobe Premiere fügte ich schliesslich Vogelstimmen und Voice-Over hinzu. Letzteres wurde in drei Landessprachen von Mitarbeitenden der Vogelwarte Sempach selbst aufgesprochen.

Dieses Projekt ist für mich ein schönes Beispiel dafür, wie reibungslos eine Zusammenarbeit funktionieren kann, wenn alle Beteiligten Verantwortung übernehmen, mitdenken und klar kommunizieren – selbst, wenn sie einander zuvor nicht kannten.

KUNDE

Vogelwarte Sempach

BRANCHE

Naturschutz und Artenförderung

AUFTRAG

Motion Design, Motion Graphics & Editing

DATUM

15. Januar 2024

Meine Mission

Ich inszeniere Ideen als lebendige visuelle Erlebnisse, indem ich kreatives Denken, präzises Handwerk und eine klare, menschenzentrierte Haltung vereine.